Chatbot-Anbieter aus Deutschland richtig auswählen

Welche Anbieter-Typen es gibt, welche 10 Fragen Du jedem Chatbot-Anbieter stellen solltest und warum ein Firmensitz in Deutschland noch nicht heißt, dass alle Daten in Deutschland bleiben.

  • AVV direkt im Dashboard
  • In Deutschland gehostet
  • Monatlich kündbar

Warum der Anbieter-Standort bei Chatbots eine Rolle spielt

Ein Chatbot-Anbieter aus Deutschland ist ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland, das Chatbot-Software oder Chatbot-Projekte anbietet. Für Kunden zählt vor allem, wo Daten gehostet werden, welcher KI-Dienst im Hintergrund arbeitet, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag bereitsteht und ob Preise, Laufzeiten und Support klar geregelt sind.

Hinweis: Dieser Beitrag hilft Dir bei der Wahl eines Chatbot-Anbieters. Er ist keine Rechtsberatung.

Ein Chatbot verarbeitet ständig Daten von Website-Besuchern: Fragen, manchmal Namen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern. Deshalb fragen sich viele Betriebe, ob ein deutscher Chatbot-Anbieter die bessere Wahl ist als ein internationales Tool. Viele suchen im Netz nach „Chatbot Deutschland“ und meinen damit einen Anbieter, bei dem die Daten in Deutschland bleiben. Der Standort allein sagt nichts über die Qualität des Chatbots. Er hat aber praktische Vorteile.

Ein Anbieter mit Sitz in Deutschland unterliegt deutschem und europäischem Recht. Vertrag, Rechnung und Datenschutzunterlagen sind in der Regel auf Deutsch, Preise stehen in Euro mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Im Streitfall musst Du nicht klären, welches ausländische Recht gilt. Und Du kannst Rückfragen zum Datenschutz in Deiner Sprache stellen.

Trotzdem ist der Firmensitz nur ein Baustein. Ein deutscher Anbieter kann für die eigentliche KI-Antwort einen Dienst aus einem Drittland nutzen. Wer sichergehen will, prüft deshalb nicht nur das Impressum, sondern die ganze Kette: Hosting, KI-Dienst, Vertrag und Löschfristen.

Anbieter-Typen im Überblick

Nicht jeder Chatbot-Anbieter arbeitet gleich. Bevor Du einen Chatbot-Anbieter-Vergleich machst, ordne jedes Angebot einem Typ zu. Der Typ bestimmt, wie schnell Du startklar bist, wie viel Aufwand die Einrichtung macht und wie fest Du vertraglich gebunden bist.

Anbietertyp Wie er arbeitet Passt für Worauf Du achten solltest
SaaS für kleine Betriebe Fertige Plattform mit Login, Du richtest den Chatbot selbst ein Websites von Handwerk, Praxis, Hotel, Shop oder Dienstleister Was steckt in welchem Tarif, sind KI-Antworten im Preis enthalten, wie lang ist die Laufzeit
Enterprise-Plattformen Umfangreiche Systeme mit Zusatzmodulen, Vertrieb und Einführungsprojekt Große Unternehmen mit vielen Kanälen und eigener IT Oft höhere Kosten, längere Einführung und individuell verhandelte Verträge
Agenturen und Individual­entwicklung Der Chatbot wird als eigenes Projekt geplant, gebaut und betreut Sehr spezielle Abläufe oder Anbindung an interne Systeme Wartung, spätere Änderungen und Abhängigkeit vom Dienstleister vorher klären
Internationale Tools Anbieter mit Sitz außerhalb der EU, Oberfläche oft auf Englisch Teams, die ohnehin international arbeiten Server-Standort, Drittland-Übermittlung und ob ein AVV nach DSGVO angeboten wird

Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe reicht eine SaaS-Lösung aus. Einen Überblick über Funktionen und Auswahlkriterien gibt unser Artikel zur Chatbot-Software. Enterprise-Plattformen und Individualentwicklung lohnen sich eher, wenn der Chatbot tief in bestehende Systeme eingreifen soll.

Chatbot-Anbieter und Hersteller aus Deutschland: was Du prüfen solltest

Manche Anbieter sind selbst Hersteller ihrer Chatbot-Software. Andere verkaufen fremde Software weiter oder bauen Projekte auf einer fremden Plattform. Für Dich zählt am Ende, wie ein Angebot bei fünf Punkten abschneidet. Die Tabelle zeigt, woran Du eine gute Antwort erkennst und wann Du genauer nachfragen solltest.

Kriterium Gute Antwort Warnsignal
Hosting Das Land der Server wird genannt, zum Beispiel Deutschland. Chatverläufe werden verschlüsselt gespeichert. Nur „Server in Europa“ ohne Land, keine Angabe zur Verschlüsselung
Datenschutz AVV nach Art. 28 DSGVO, der KI-Dienst wird mit Namen genannt, feste Löschfrist, kein Training mit Deinen Daten „DSGVO-konform“ nur als Schlagwort, kein AVV, keine Löschfrist
Preis-Modell Fester Monatspreis, klar netto oder brutto, KI-Antworten enthalten, Grenze für Nachrichten genannt Kosten pro KI-Antwort ohne Obergrenze, Einrichtungsgebühr erst im Angebot sichtbar
Einrichtung Eine Code-Zeile oder ein Plugin reicht, ein kostenloser Test mit Deinen eigenen Inhalten ist möglich Start nur über ein bezahltes Projekt, kein Test vor dem Vertrag
Vertrag Monatlich kündbar, Kündigung online, Vertrag und Rechnung auf Deutsch Mindestlaufzeit von zwölf Monaten, automatische Verlängerung um ein Jahr

Wie Chatlotse selbst abschneidet, steht unten in der Antwort auf die Checkliste.

Chatbot-Agentur oder fertige Software?

Eine Agentur plant und baut Deinen Chatbot als eigenes Projekt. Du zahlst für die Entwicklung und meist zusätzlich für Wartung und Änderungen. Das lohnt sich, wenn der Chatbot tief in interne Systeme eingreifen soll, zum Beispiel in ein Warenwirtschaftssystem oder ein CRM.

Mit fertiger Software richtest Du den Chatbot selbst ein. Du trägst Deine Fragen und Antworten ein, passt das Chatfenster an und baust es mit einer Code-Zeile in Deine Website ein. Das klappt ohne Programmieren und kostet einen festen Betrag im Monat.

Für die meisten kleinen Betriebe reicht fertige Software. Der Chatbot soll dort vor allem Fragen zu Öffnungszeiten, Preisen, Leistungen oder Abläufen beantworten und Anfragen an Dich weitergeben. Worauf Du bei der Software achtest, zeigt die Seite Chatbot-Software. Wie ein Chatbot Deine Anfragen im Alltag entlastet, liest Du auf der Seite Chatbot für den Kundenservice.

Checkliste: 10 Fragen an jeden Chatbot-Anbieter

Stelle diese zehn Fragen jedem Anbieter, egal ob deutscher Chatbot-Anbieter oder internationales Tool. Ein seriöser Anbieter beantwortet sie Dir schriftlich.

  1. Wo werden die Daten gehostet? Frage nach dem Land, in dem Plattform und gespeicherte Chatverläufe liegen, und ob die Chatverläufe verschlüsselt gespeichert werden.
  2. Welcher KI-Dienst arbeitet im Hintergrund, und sitzt er in einem Drittland? Die Plattform kann in Deutschland liegen, während die KI-Antwort von einem Dienst aus den USA kommt. Frage auch nach der Rechtsgrundlage dieser Übermittlung.
  3. Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)? Ein AVV nach Artikel 28 DSGVO gehört dazu, wenn der Anbieter personenbezogene Daten in Deinem Auftrag verarbeitet. Frage auch, wie schnell Du ihn bekommst und ob Du ihn online abschließen kannst.
  4. Wie lange werden Chatverläufe gespeichert? Lass Dir eine konkrete Frist in Tagen nennen, nicht nur „wir löschen regelmäßig“. Frage, ob eine kürzere Frist möglich ist.
  5. Werden meine Inhalte oder die Gespräche zum Training von KI-Modellen verwendet? Lass Dir das für den Anbieter und den KI-Dienst dahinter ausdrücklich bestätigen.
  6. Sind die Preise netto oder brutto, und was ist enthalten? Klär, ob die KI-Antworten im Preis stecken, ob es eine Einrichtungsgebühr gibt und was bei mehr Nachrichten passiert. Mehr dazu steht im Ratgeber zu den Chatbot-Kosten.
  7. Wie lange ist die Mindestlaufzeit? Monatlich kündbar oder erst nach zwölf Monaten? Und wie kündigst Du, per Klick oder per Brief?
  8. Gibt es eine kostenlose Testphase ohne Kreditkarte? So prüfst Du den Chatbot mit Deinen eigenen Inhalten, bevor Du zahlst.
  9. Wie wird der Chatbot eingebunden? Reicht eine Code-Zeile oder ein Plugin?
  10. Welchen Support bekommst Du, und in welcher Sprache? Prüfe, über welche Wege Du den Anbieter erreichst und ob es eine deutschsprachige Anleitung gibt.

Typische Warnsignale

Vorsicht, wenn ein Anbieter nur pauschal „DSGVO-konform“ schreibt, aber keinen KI-Dienst nennt. Ebenso, wenn es keinen AVV gibt, keine Löschfrist genannt wird, Preise ohne Hinweis auf netto oder brutto stehen oder der Vertrag nur jährlich kündbar ist. Wer die zehn Fragen nicht schriftlich beantworten will, passt selten als langfristiger Partner.

Sitz in Deutschland ist nicht gleich Datenverarbeitung nur in Deutschland

Hier greifen viele Anbietervergleiche zu kurz. Ein Unternehmen kann seinen Sitz in Deutschland haben und seine Plattform in Deutschland hosten. Für die eigentliche KI-Antwort nutzt es trotzdem oft einen spezialisierten Dienst außerhalb der EU, zum Beispiel in den USA.

Warum das so ist

Große Sprachmodelle, die Fragen verstehen und Antworten formulieren, entwickeln nur wenige spezialisierte Unternehmen. Ein Chatbot-Anbieter baut in der Regel kein eigenes Sprachmodell. Er bindet einen solchen Dienst über eine Schnittstelle an. Das ist üblich und für sich genommen kein Warnsignal. Entscheidend ist, dass der Anbieter es offen sagt.

Was bedeuten EU-Standardvertragsklauseln?

Eine Übermittlung personenbezogener Daten in ein Drittland braucht eine Rechtsgrundlage. Eine gängige Grundlage sind die EU-Standardvertragsklauseln nach Artikel 46 DSGVO, kurz SCC. Das sind von der EU-Kommission vorgegebene Vertragsklauseln, mit denen sich der Empfänger zu einem angemessenen Datenschutzniveau verpflichtet. Eine andere Grundlage für die USA ist eine Zertifizierung unter dem EU-US Data Privacy Framework (DPF).

Ein Beispiel aus der Praxis: Chatlotse nutzt für die KI-Antworten Anthropic PBC mit Sitz in den USA. Die Übermittlung stützt sich auf EU-Standardvertragsklauseln, ein AVV mit Anthropic besteht, eine DPF-Zertifizierung liegt nicht vor. Bevor eine Nachricht an die KI geht, ersetzt Chatlotse sensible Angaben wie Name, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer automatisch durch Platzhalter.

Für Dich heißt das: Frage nicht nur, wo der Anbieter sitzt, sondern auch, auf welcher Grundlage die KI-Verarbeitung läuft. Wie Du einen Chatbot danach auf Deiner eigenen Website datenschutzgerecht einsetzt, zeigt unser Ratgeber zum DSGVO-konformen Chatbot. Alle Details zum Umgang von Chatlotse mit Daten stehen in der Dokumentation zum Datenschutz.

EU AI Act: was Anbieter und Nutzer zur Transparenz wissen sollten

Mit der KI-Verordnung, offiziell Verordnung (EU) 2024/1689 und oft EU AI Act genannt, gibt es eine eigene EU-Verordnung zu Künstlicher Intelligenz. Sie regelt unter anderem Transparenzpflichten für KI-Systeme, die direkt mit Menschen interagieren. Dazu können auch Chatbots gehören.

Im Kern geht es darum, dass Menschen erkennen, wenn sie mit einem KI-System schreiben und nicht mit einem Menschen. Frage Deinen Anbieter deshalb, ob der Chatbot das sichtbar kennzeichnet. Bei Chatlotse steht im Chatfenster immer der Hinweis, dass der Chatbot KI-gestützt ist und Fehler machen kann. Welche Pflichten für Deinen Betrieb im Einzelnen gelten und ab wann, hängt vom Einsatz ab und sollte im Zweifel rechtlich geprüft werden.

Den Verordnungstext findest Du bei der EU: Verordnung (EU) 2024/1689 auf EUR-Lex.

Chatlotse als Anbieter: Antworten auf die Checkliste

Chatlotse ist selbst ein Chatbot-Anbieter aus Deutschland. Damit Du nicht nachfragen musst, beantworten wir die zehn Fragen hier offen, auch wenn die Antwort mal nicht „nur Deutschland“ lautet.

Frage Antwort von Chatlotse
Anbieter und Sitz Chatlotse AI, Inhaber Benjemin Braun, Groß Mohrdorf, Deutschland. Angebot nur für Unternehmen
Hosting Plattform und Chatverläufe in Deutschland gehostet, Chatverläufe verschlüsselt gespeichert, Verbindung per HTTPS
KI-Dienst und Drittland Anthropic PBC (USA) als Unterauftrags­verarbeiter, EU-Standard­vertrags­klauseln nach Art. 46 DSGVO, AVV mit Anthropic, keine DPF-Zertifizierung. Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer werden vor der Übermittlung automatisch durch Platzhalter ersetzt
Auftrags­verarbeitungs­vertrag Ja, nach Art. 28 DSGVO. Im Dashboard unter Einstellungen online ausfüllen, digital unterschreiben, als PDF herunterladen
Löschfristen Chatverläufe spätestens nach 90 Tagen automatisch gelöscht, kürzere Frist (zum Beispiel 30 Tage) auf Anfrage
Training mit Daten Weder Deine Inhalte noch Besucher­gespräche werden zum Training von KI-Modellen verwendet
Preise SMART 47 € netto/Monat, PREMIUM 97 € netto/Monat. Jährlich 423 € bzw. 873 € netto/Jahr. KI-Antworten inklusive, keine Einrichtungs­gebühr, Agentur-Tarif auf Anfrage
Laufzeit Monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit
Testphase 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte. Wir prüfen jedes Konto persönlich. Werktags bist Du meist nach wenigen Stunden freigeschaltet
Einbindung Eine Code-Zeile direkt vor </body> oder das kostenlose WordPress-Plugin, siehe Installation
Support Per E-Mail an moin@chatlotse.de, dazu eine deutschsprachige Dokumentation

Telefon, Anschrift und Umsatzsteuer-ID stehen im Impressum. Wie der Chatbot arbeitet und was SMART und PREMIUM unterscheidet, zeigt die Seite zum KI-Chatbot für Deine Website.

Häufige Fragen

Was Betriebe bei der Wahl eines Chatbot-Anbieters am häufigsten wissen wollen.

Probiere Deinen eigenen Chatbot einfach aus

Einen Anbieter prüfst Du am besten im Test. Registriere Dich und bestätige Deine E-Mail-Adresse. Wir prüfen jedes Konto persönlich. Werktags bist Du meist nach wenigen Stunden freigeschaltet. Danach ist Dein Chatbot in 5 Minuten eingerichtet.

Jetzt kostenlos starten

14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte, jederzeit kündbar

Ein Chatbot-Anbieter aus Deutschland hat seinen Sitz in Deutschland und bietet Chatbot-Software oder Chatbot-Projekte an. Beim Vergleich zählen Hosting, Datenschutz, Preis-Modell, Einrichtung und Vertrag mehr als der Firmensitz allein. Chatlotse ist ein solcher Anbieter: Plattform und Chatverläufe liegen in Deutschland, die Preise starten bei 47 € netto im Monat. Diese Seite ist eine Hilfestellung und keine Rechtsberatung.